BECs at Work

Reisfelder

Unsere Beiträge kommen jetzt etwas unregelmäßig, weil wir viel unterwegs sind und nicht an jedem Übernachtungsort WiFi haben.

mitreißender Empfang in Lemery

Nach der Anreise erhielten wir gestern Nachmittag durch das Diözesanteam der BECs eine Einführung in die Organisation und ihre Arbeit. Was mir hängen geblieben ist: Der Taifun „Yolanda“ (auf den Philippinen hat er einen anderen Namen) am 7. November 2013 verwüstete den nordöstlichen Teil von Panay, wo wir jetzt sind, großflächig. Häuser, Fahrzeuge, Fischerboote, alles war weg. Das BEC-Team, das damals dran war, die Idee der Basisgemeinden im Bistum neu zu propagieren, meinte, ein Jahr Arbeit sei umsonst; die Menschen brauchen jetzt keine BECs sondern Nothilfe. Doch dann machten sie bei ihren Gesprächen in den Pfarreien eine erstaunliche Erfahrung. Auf die Frage, was der Taifun nicht zerstört hatte, nannten die Menschen: unsere Gemeinschaft, unseren Glauben. Und man beschloss, mit der Wiederaufbauarbeit nicht bei dem, was zerstört war, zu beginnen, sondern bei den Ressourcen, die der Taifun nicht hatte zerstören können. Versammlungsorte wurden wieder errichtet, Treffen zum Bibelteilen und Beten, Organisationsteams und Bildungsteams gegründet. Aus der Kraft ihres Glaubens und ihrer Gemeinschaft wuchsen Initiativen zum Wiederaufbau, wurden (mit Unterstützung von missio) Genossenschaften gegründet, Fischerboote neu gebaut und vieles mehr. Im Rückblick, so meint Father Robert, war die Katastrophe von „Yolanda“ der eigentliche Neustart der BEC-Bewegung.

Heute konnten wir einiges davon live erleben: in Lemery, wo wir vor der Kirche von der Marching Band der Schule empfangen wurden mit einer mitreißenden Darbietung, die direkt in die Beine ging. Danach die obligatorischen „Snacks“. Was wir dann erlebten, gehört für mich zum bewegendsten dieser Reise: Mitglieder der Gemeinden berichteten von ihrer Arbeit. Einfache Frauen und Männer, die sich früher nicht getraut hatten, in einer Gruppe das Wort zu ergreifen, erzählten mit Stolz und Humor, aber auch sehr bewegt über ihre Arbeit mit einer selbstgestalteten 3-D-Karte ihres „Barangays“, über die Einrichtung des Genossenschaftsladens in der alten Kirche, wie die Basisgemeinde ihr Leben, auch in Ehe und Familie, verändert hat.

Im Coop-Laden tätigten wir anschließend den einen oder anderen Einkauf; besonders das Kokosöl, das wahre Wunder, vom Anti-Aging bis zur Gewichtsabnahme wirken soll, fand reißenden Absatz. Dann fuhren wir raus in die Pampa, in ein kleines Dorf, aber davon mehr im nächsten Beitrag.
Robert

Kirche der Armen, die den Armen hilft sich selbst zu helfen …