Halb Abreise, halb Aufbruch

Die Reise geht weiter …

Heute ist der letzte Tag, bevor wir uns der Exposure „aussetzen“. Nach dem morgentlichen Bibelteilen auf besondere Weise erhalten wir einen Überblick über die (Entwicklungs-) Geschichte der Basis Ecclesial Communities (BECs) und das Reifen des Konzepts der partizipativen Kirche durch die Erfahrungen in den „Barangays“ (Nachbarschaften) im Laufe der Jahre.

von einer Kirche im Zentrum zu einer Kirche der Teilhabe im Quartier

Es wird mir bewusst, dass diese lebendige, partizipative Art von Kirche nicht entstehen kann, wenn nicht der Mensch als Ganzes im Fokus steht, inklusive aller gesellschaftspolitischen Faktoren, nach dem Motto: „ein knurrender Magen verhindert die Besinnung auf das, was wirklich wichtig ist und konzentriertes Beten“.

Vielleicht einer der größten Fehler unserer Kirche in Deutschland: ihre selbstauferlegte Hemmung, sich zu gesellschaftspolitischen Fragen der Zeit kritisch zu äußern, und nur passiv und misstrauisch Initiativen und Strömungen in unser Gesellschaft zu beäugen. So verspielt man seine Glaubwürdigkeit und riskiert Bedeutungslosigkeit im Alltagsleben der Menschen.

Sundowner auf dem Dach von Maryshore

Wir werden eingestimmt auf den Besuch der BECs in den nächsten Tagen, Organisatorisches wird geklärt und dann Abschied von Maryshore gefeiert. Wir beginnen mit einem der vielen Gottesdienste, die alle eine persönliche und berührende Note haben, nicht zuletzt durch die charismatische Persönlichkeit von Father Mark, der es versteht, jedem Einzelnen von uns das Gefühl zu vermitteln, für ihn der/ die Wichtigste und Wertvollste zu sein.

Garnelen vom Grill – hmm !!!

Und dann wird wieder gefeiert. Zunächst mit einer Roof-Top-Sunset-Session mit bewölktem Himmel. ( Father Mark: „die Sonne geht unter, auch wenn man es nicht immer sehen kann“). Danach Barbecue im Strandpavillion, der Himmel weint, wir sind im Trockenen und San Miguel (das philippinische Bier) ist wie immer dabei. Wir werden Maryshore sicherlich vermissen. Andererseits sind wir alle sehr gespannt, was uns in den nächsten Tagen begegnen wird. Wir ahnen, es wird nicht spurlos an uns vorübergehen.
Oswald

unsere Begleiter in Maryshore, hinten P. Marc Lesage, der Gründer von Bukal ng Tipan