zu Besuch in einer Pfarrei

bitte einsteigen!

Heute wieder ein spannendes Gemisch von Theorie und Praxis, von Kopf und Herz.
Zu Beginn  die beruhigende Entlastung: Wir müssen nicht selbst die Wunder vollbringen, aber den Raum/die Möglichkeiten für Gott schaffen, diese zu tun, wie in Johannes 6 der kleine Junge mit den 5 Broten und den 2 Fischen, der Ausgangspunkt dafür, dass alle satt wurden.
Heute widmen wir uns den Versen 10-15 . Es geht um Segnen, Brechen, Austeilen, in seinen verschiedenen Aspekten:
Segen spenden, Segen erhalten, ein Segen sein;
Brechen, gebrochen sein, Widerstand brechen, aufbrechen;
Austeilen, Einstecken, Verteilen, Beschenken und beschenkt werden, beschenkt sein.  
Und dies erfahren wir durch gemeinsame Pantomime und  individuelles, chaotisches Zusammenspiel. Erstaunlich, wie spannend und inhaltsvoll aber auch sehr in die praktische Lebenswelt hineinreichend Bibelteilen sein kann.

vor der Kirche: Was erwartet uns heute?

Am Nachmittag erster Besuch einer Pfarrei mit Basisgemeinden.
Beeindruckend die Professionalität und der zentral dazugehörende Bezug auf die praktische Alltagswelt der Gemeindemitglieder. Ausgehend von der Entwicklung einer Vision wurden über die Partizipation der Gläubigen  daraus folgende Aktionen entwickelt. 17 Ehrenamtliche befragten bei Hausbesuchen und nach Gottesdiensten die Gläubigen zu wichtigen alltäglichen Themen und Problemen. In fast 2500 Antworten wurden neben religiösen Fragen auch ökonomische, soziokulturelle, politische und ökonomische Probleme aufgeführt. Gemeinsam sucht man nach Problemlösungen und legt Aktionen fest. Beeindruckend ist die Verbindung von Glaube und Alltagswelt. Die christliche Weltanschauung schafft Visionen und Ziele im Alltag. Der Glaube ermöglicht den Raum für Wunder, wie uns am Beispiel von Gemeinden auf Mindanao aufgezeigt wurde. Wie sie durch Empowerment über das Evangelium einen ungleichen und hoffnungslos aussehenden Kampf gegen die Abholzung ihrer Wälder und die Umweltzerstörung durch Großgrundbesitzer (in Kumpanei mit bestochenen Gerichten und Politikern) schließlich doch gewannen. Basiskirchengemeinden als Ort für den Entwurf von (realisierbaren) Träumen.

die Vision: eine hörende Kirche, gemeinsam unterwegs auf dem Weg zur Heiligkeit

Ein erfüllter Tag, und wie hier üblich umrahmt von ansteckender Freude und überschwänglicher Gastfreundschaft der Filipinos und Filipinas.
Oswald

die Pfarrjugend tanzt mit uns vor dem Altar